Das kleine Corso 1x1

Das Wichtigste beim Fahren in der Gruppe ist die Disziplin.

Wem das schwerfällt, der soll es bleiben lassen mit anderen zu fahren!


Wheelies, und ähnliche "Kunststücke" haben in einem Corso nichts verloren!


Im Corso zu fahren, wird oft unterschätzt, dabei ist es sehr gefährlich! Die Abstände zum Vordermann sind oft geringer als normal und fahren in der Gruppe gaukelt Sicherheit vor, die zum unaufmerksamen Fahren, ja sogar zum Träumen verleitet. Speziell in größeren Gruppen, deren Teilnehmer einander nicht kennen, weiß man nicht über die Konstitution, Fahrpraxis und Fahrweise sowie den Zustand des Rollers der anderen Teilnehmer Bescheid. Müdigkeit, Über- aber auch Unterforderung können zu überraschenden Fahrfehlern führen, die verhängnisvoll werden können.

Der Schwächere zuerst

Als erster in der Gruppe fährt der Schwächste - sei es wegen der kleineren Anzahl von PS oder wegen geringerer Fahrerfahrung. So ist keiner gezwungen, gefährliche oder motorbelastende Aufholjagden machen zu müssen oder verloren zu gehen.

Versetzt fahren

In Ortschaften, aber vor allem auf Landstraßen ist versetzt fahren angesagt.
Das abwechselnd links und rechts um ca. Helm- bis Schulterbreite versetzte fahren erhöht das Sichtfeld jedes Fahrers und hilft Gefahrenquellen (z.B. einem Schlagloch, Kanaldeckel) früher zu erkennen und gefahrlos auszuweichen. In Kurven wird die versetzte Fahrweise aufgegeben und der Abstand vergrößert.

Beim Anhalten an Kreuzungen sollte so dicht als möglich in Zweierreihe aufgeschlossen werden, um bei der Weiterfahrt (wieder versetzt) so vielen als möglich die Überquerung der Kreuzung zu ermöglichen.

Während der Fahrt


kann immer wieder Unvorhergesehenes passieren (Insekt im Helm, technischer Schaden, dringendes menschliches Bedürfnis etc.). In diesem Fall (wenn möglich) rechts blinken und einen Arm senkrecht heben um den Hintermann zu warnen. Der Servicewagen hält ebenfalls an und erfragt dann, was los ist und begleitet, wenn nötig, den Ausgeschiedenen nach Behebung etwaiger Mängel zur Gruppe zurück.
Ist ein Ausscheiden aus dem Corso geplant (z.B. unterwegs nach Hause abbiegen o.ä.), lässt sich der Ausscheidende zurückfallen und gibt dem "Schlusslicht" Bescheid, da ihm ev. sonst der uninformierte Rest des Corsos beim Abbiegen folgt.

 

 

 

 

Schließen einer Lücke

Verlässt ein Vespisti den Corso, wird die entstandene Lücke durch Seitenwechsel bei gleichbleibender Position in der Gruppe geschlossen. Der seitliche Sicherheitsabstand bleibt auf diese Art erhalten, was besonders bei höheren Geschwindigkeiten und/oder Gegenverkehr wichtig ist.

 

 

 

 

 

Blinken

Auch wenn sich der Tross gemeinschaftlich durch die Landschaft bewegt und jeder meist ohnehin deutlich sieht, wohin er abbiegt, ist der Blinker das wichtigste Kommunikationsmittel, das vom Hintermann beachtet werden muss (z.B. beim Überholen, bei Straßenschäden oder dem Schwenk vor dem zerfledderten Fasan). Nach dem Richtungswechsel nicht vergessen, den Blinker wieder abzustellen!

 

Der Zieharmonikaeffekt

Beim Fahren im Corso kommt es schnell zum Ziehharmonikaeffekt. Im Corso empfiehlt sich Im Ortsgebiet eine Geschwindigkeit der Fahrer an der Spitze von 40 km/h, Außerorts kann bei einem Tross von 20 Vespafahrern der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Spitze und Schlusslicht bereits gute 20 km/h ausmachen.


Drängler und Ungeduldige

Immer wieder gibt es andere Verkehrsteilnehmer, die das Bild eines an ihnen vorbeifahrenden Vespa- Corsos nicht genießen können, sondern sich stur hineindrängen. Es empfiehlt sich, diese Ungeduldigen in den Corso einordnen bzw. überholen zu lassen und ihnen beim Einordnen den nötigen Platz zu verschaffen. Ein "Straßenkampf" könnte für die Gruppe fatal enden!



Abgesicherte Touren

Bei unseren Corso-Fahrten werden die Kreuzungen durch Vespafahrer aus den eigenen Reihen (in Leuchtfarbe bekleidet oder nicht) abgesperrt, um dem Corso eine geschlossene Durchfahrt zu ermöglichen. Diese "private" Sperre hat keinerlei rechtliche Grundlage. Die Corso-Fahrer müssen damit rechnen, dass sich dennoch ein Ungeduldiger an der absperrenden Person vorbeidrängt und auf seinen Vorrang beharrt.
Zur Absperrung von Straßen ist ausschließlich die Exekutive im Dienst berechtigt!

Jeder ist selbst verantwortlich

zur Einhaltung der Gesetze und der StVo ist jeder selber verpflichtet

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